Präriehund-Allerlei mit Pommes, bitte!

00001Die Route 40 war genauso einsam, wie wir uns das vorgestellt hatten. Im Allgemeinen sind die Routes im Vergleich zu den Interstates immer deutlich lehrer. Das liegt hauptsächlich daran, dass Routes sich durch die Umgebung „schlängeln“ und Interstates meist den direkten Weg gehen. Für Leute, die nur von A nach B wollen sicher die cleverere Lösung, für uns waren die Routes ideal. Wir sind ein wenig vom Weg abgekommen und haben versucht, uns auf einer unasphaltierten Straße durchzuschlagen. Hat auch zunächst ganz gut funktioniert (wenn auch im Schleichtempo), bis wir an einem unüberwindbaren Graben angekommen sind. Das hat unser Poo-Poo-Prius dann leider nicht geschafft. Wir sind sogar ausgestiegen und haben ihm gut zugeredet.

Da haben wir Gesellschaft bekommen. Von einem kleinen Präriehund-Freund. Und noch einem. Die waren wirklich überall. Und wenn man ihnen zu nahe kommt, klappern sie mit den Zähnen und a) rennen weg oder b) stecken den Kopf wieder zurück in ihr Loch.

Lustige Gesellen. Ich bin mir sicher, die schmecken ähnlich wie Hase. Aber Präriehund hat uns leider kein Restaurant angeboten.

000002Fast an der Grenze zu Utah angekommen mussten wir – aufgrund des Namens – einen Stop in Dinosaur, CO einlegen. Da Name hier Programm ist, gab es tatsächlich Dinosaurier. Ich werde jetzt nicht anfangen von Knochen zu erzählen, aber ich werde kurz über Knochen erzählen. Das Dinosaur National Monument ist eine ehemalige Ausgrabungsstelle, die vor vielen Jahren überdacht und konserviert worden ist. Das besondere hier war, dass es erlaubt war (sogar erwünscht), dass man die Knochen mal anfasst. Ich konnte nicht widerstehen. Wann bekommt man schonmal die Gelegenheit etwas in die Hände zu bekommen, das in etwa 100 Millionen Jahre alt ist?

000003Unsere Station für die Nacht war Salt Lake City, Utah wo wir uns noch schnell den Salt-Lake-Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage angeschaut haben. Reingelassen wurden wir leider nur in den angrenzenden Salt Lake Tabernacle. Auch sehr beeindrucken. Sehr freundliche Leute da generell um den Tempel herum. Ein wenig zu freundlich? Saubere Toiletten hatten sie da, mein lieber Scholli. Nach einem hervorragenden Dinner in einem Paradies für den Weingourmet („Bring das, was knallt, Maître! Stante pede!“) sind wir in den südlichen Bereich der Stadt zu unserem Motel gefahren und warn erfreut über die überaus unfreundliche Hotelrezeption. War nach der ungewohnten Erfahrung um den Tempel herum wirklich ein willkommenes Spektakel.