If You’re Goiiiiiing

Als allererstes haben wir in San Francisco unser Auto in einer Garage in Chinatown geparkt. Das war wirklich eine Wohltat, einfach mal nicht mit diesem Teil unterwegs zu sein. Obwohl es ja in den letzten Wochen ein Teil von „Zuhause“ geworden ist, wollten wir uns einfach nicht in einer Stadt damit rumschlagen müssen. War auch genau die richtige Entscheidung, die Stadt ist großartig zu Fuß zu erkunden.

San Francisco allerleiUnd genau das haben wir auch gemacht. Zu Fuß. Bis ein Hungergefühl aufkam und wir, wie das moderne Mitt-Zwanziger so machen, per YELP uns ein Restaurant gesucht haben. Seafood sollte es sein, immerhin ist San Francisco dafür ja berühmt. Ist zusätzlich zu Fuß zu erreichen? Alles klar, los geht’s. „Ohoooo, ein kleiner Hügel, na den schaffen wir!“ Mhm. Aus dem kleinen Hügel wurde ein mittlerer Berg. Hat dann doch über eine Stunde gedauert, aber immerhin war’s schön heiß. Abends hat mich Collette dann noch mit einer großartigen Cocktail-Creation bekanntgemacht: GinSt. Germain und Sodawasser zu gleichen Teilen. Hab ich schon erwähnt, dass die ganze Reise eigentlich nur als Tarnung eines Fress-, Trink- und Kau-Gelages gedient hat?

sanfran2Die Stadt strotz nur so voller Sehenswürdigkeiten (wie z.B. Lombard Street, Alcatraz und die Golden Gate Bridge rechts auf den Bildern im Uhrzeigersinn). Dennoch war die eigentliche Sensation die unfassbare Anzahl an Hybrid-Autos, namentlich dem Toyota Prius. Im krassen Unterschied zu Texas ist in San Francisco nämlich der kleine Hybrid der Renner. Das hat verschiedene Gründe, zum Einen ist er erschwinglich, verbraucht deutlich weniger Sprit (California hat mit die höchsten Spritpreise in den USA), ist in den engen Straßen deutlich praktischer und er gibt einem das Gefühl etwas für die Umwelt zu tun. Wir haben uns natürlich sofort dazugehörig gefühlt, wenn gleich unserer ja nur geliehen war und in der Parkgarage stand. Aber hey, auch wir haben damit ja etwas für unsere Umwelt getan. 3 Wochen in einem Auto quer durch die USA heizen. Jaaaa, das schont sie unsere Welt!

Alles in allem ist San Francisco sehenswert. Nach Alcatraz hätte ich schon gerne einen Abstecher gemacht (zumal die Tour wirklich fantastisch sein soll), aber das hätten wir Wochen vorab buchen müssen. So haben wir dann aber zu einem wunderschönen Duett zwischen Scott McKenzie und mir („If you’re going to San Francisco„) die Stadt über die Golden Gate Bridge verlassen. Collette hat mir anschließend Singverbot gegeben. Und die Kontrolle über das Autoradio übernommen.

Ein Gedanke zu „If You’re Goiiiiiing

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