Identifikation und Identitäsdiebstahl

Die letzten Reste des Schneesturmes sind mittlerweile auch geschmolzen. Auch dank der Hilfe von Radladern und mobilen Verbrennungsöfen:

Aber zu was ganz anderem:

Ich hatte mich ja schon mal über die hiesigen Zustände in den Postfiliale ausgelassen, kürzlich war ich dann aber wirklich froh über ein ausgeglichenes und positives Gemüt verfügen zu können.

Wenn man ein Paket erwartet und leider nicht zuhause ist, hinterlässt der Postbote ein kleines Erinnerungskärtchen und man kann das Paket am nächsten Tag beim Postamt abholen. Klingt vernünftig. Beim Abholen wird auch immer schön der Ausweis (hier in den USA der Führerschein, da es so etwas wie einen Personalausweis nicht gibt) verlangt. Zeigt man den brav vor, ist auch alles geritzt. Es wird der Name auf dem Ausweis mit dem Namen auf dem Paket verglichen. Ende. Keine Unterschrift, kein sonstiger Vermerk, noch nichtmal auf das Bild wird geschaut.

Schön und gut; was passiert jetzt aber, wenn man für jemand anderen ein Paket abholen möchte? Das lustige Erinnerungskärtchen sagt, dass man einfach eine Vollmacht benennen soll, diese in das entsprechende Feld einträgt und unterschreibt. Dem Postamt reicht dies allerdings nicht aus, die möchten nämlich noch den Ausweis des eigentlichen Empfängers sehen. Und richtig: Ich spaziere zu diesem Ereignis fröhlich mit zwei Ausweisen durch die Gegend und Collette gänzlich ohne, wobei gleichzeitig das Gesetz eigentlich vorschreibt jederzeit ein Dokument zur Identifizierung bei sich zu haben.

Vielleicht sollte ich einfach mal probieren einfach nur ihren Ausweis vorzuzeigen. Ich bin mir sicher, das fällt dem Mitarbeiter nicht auf.

Nebenbei auch mal für die Interessierten unter euch eine spaßige Zusammenfassung des Immigrationsprozesses in die USA. 5 Circles of Immigration Hell. Wenn ich Zeit finde, recherchiere ich auch mal den Prozess nach Deutschland zu immigrieren; ich denke nicht, dass es da viele Unterschiede gibt.