Menschen, die auf Ziegen starren

Ein Nebeneffekt, wenn man schon eine längere Zeit in New York gewohnt hat (gilt wahrscheinlich auch in vielen anderen Weltmetropole), dass einen nichts mehr überraschen kann. Wenn so viele Menschen aus so vielen Ecken der Welt auf engstem Raum miteinander leben, hat man einfach alles schonmal gesehen. Im Guten, wie im Schlechten.

Was ich letztens dann jedoch in den Medien an Neuigkeiten über unsere Wohngegend gelesen habe, hat mir dennoch die Sprache verschlagen. Im nahegelegenen Park wurden mehrere Ziegenköpfe an einen Baum genagelt gefunden. (Der Artikel hier enthält ein paar Bilder; die sind nicht wirklich blutig, ich wollte dennoch eine kurze Warnung vor dem Klick aussprechen.) Und offenbar ist das wohl nicht das erste Mal. 2014 wurde in einem anderen Park ebenfalls ein Ziegenkopf gefunden. (Hier nachzulesen. Ebenfalls unblutig und sanft im Schnee liegend.)

Es gibt da vermutlich einen Zusammenhang mit Santería, einer Religion mit Ursprüngen in Kuba (Wikipedia) in der Naturreligion mit Heiligenverehrung vermischt ist. Tieropfer an sich scheinen in der USA verfassungskonform zu sein (siehe Gerichtsfall), jedoch müssen die Überreste ordnungsgemäß entsorgt werden – was hier leider nicht der Fall war. Die Anhänger dieser Religion bezeichnen den Umstand auch als „respektlos“ und distanzieren sich.

Alles in allem jedoch eine recht seltsame und erzählenswerte Anekdote. Es gibt scheinbar also doch noch immer was neues zu erleben.

Brooklyn NetsIch habe nach meinen Ausflügen zum New Yorker Baseball mich diese Woche auch einmal getraut einem anderen Nationalsport beizuwohnen: Dem Basketball. Daran glauben mussten die Brooklyn Nets. Ich bin ganz unvoreingenommen hin und habe ein äußerst spannendes Spiel gegen die Philadelphia 76ers gesehen. Im Nachhinein habe ich herausfinden müssen, dass da die beiden schlechtesten Teams dieser Saison (der Eastern Conference) gegeneinander angetreten sind.

Nebenbei auch interessant: Die Brooklyn Nets hießen nicht immer so. Wie es in vielen amerikanischen Sportarten ist, wechseln die Teams ab und an mal den Namen und sogar die Stadt. Im Falle der Nets lief das noch recht lokal ab:

1967 – 1968 in Teaneck, NJ als New Jersey Americans
1968 – 1977 in Commack, NY als New York Nets
1977 – 2012 in East Rutherford, NJ als New Jersey Nets
seit 2012 in Brooklyn, NY als Brooklyn Nets

Bei den Seattle SuperSonics war der Umzug jedoch ein größerer. Die heißen mittlerweile Oklahoma City Thunder. Gleiches Team, andere Stadt, anderer Name. Alles klar?

2 Gedanken zu „Menschen, die auf Ziegen starren

  1. Sag mal wie hoch/groß ist denn die Halle? Es sieht auf dem Foto aus, als wärst du irre weit vom Platz entfernt. Muss ja von der Größe wie ein komplett überdachtes Stadion sein?!

    1. Das Barclays Center ist schon recht groß, da passen ca. 18000 Menschen rein. Man sitzt auch recht steil, was den Vorteil hat, dass es eigentlich keinen schlechten Platz gibt.

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