Hong Kong

Hong Kong, der „wohlriechende Hafen“. In Anbetracht der Tatsache, dass der Flughafen blitzblank sauber war leider keine korrekte Bezeichnung. Ein leichter Hauch von Chlor schwebte in der Luft, nach einem 20 stündigen Trip aber recht willkommen und wir konnten über die fehlleitende Bezeichnung hinwegsehen.

Die Stadt ist eine der am dichtesten besiedelten Regionen der Welt und der Stadtkern verteilt sich auf die Hong Kong Insel und die Kowloon Halbinsel, eigentlich auch recht überschaubar. Während die modernen Stadtteile im Grunde jeder anderen Metropole ähneln, ist der alte Stadtkern jedoch ganz vorzüglich anzuschauen. Geschäftige Straßenzüge unter surrenden Klimaanlagen, trocknender Wäsche (was bei der Luftfeuchtigkeit sicher ein effizientes Unterfangen ist), rote Taxis aus den späten 90ern, einer unfassbar hohen Zahl an Tesla Wunderautos und jede, jede Menge an Kuriositäten an jeder Ecke. Unmengen von Goldfischen in Plastikbeuteln, jede Menge Tchotchkes, paradiesische Mengen an spottbilligem Elektronikzubehör (nimm DAS, eBay!) und verdammt praktische, wiederaufladbare Taschenventilatoren.

Andere Straßenzüge (wie zum Beispiel die Kreuzung im Bild oberhalb) könnten auch in New York stehen (Bowery Ecke Grand Street).

Direkt nach der Ankunft sind wir dem Jetlag zu trotz losgezogen und haben erstmal einen traditionellen Snack zu uns genommen. Takoyaki und Bubble Tea. Nach anfänglicher Euphorie darüber, kam dann die Erkenntniss, dass Takoyaki ein japanisches Gericht ist und Bubble Tea aus Taiwan stammt. Klassiker. Wie in jeder anderen Metropole also.

Durch die irre Zeitverschiebung (12 Stunden) haben wir uns anfangs den Luxus eines 16-Uhr-Schlummers gegönnt, der ist dann leider in Tiefschlaf ausgeartet und wir sind um 3 Uhr nachts aufgewacht. Aber nicht weiter schlimm, da machen ja die ersten Lokale zum Frühstück auf. Ab ins Taxi, nach West Hong Kong zum Dim Sum Schmaus. Anschließend war es dann „spät“ genug, dass die Tram zum Victoria Peak geöffnet hatte und wir waren unter den ersten Fahrgästen (gegen 7 Uhr).

Ein weiterer Vorteil war, dass es noch nicht ganz so heiß gewesen ist um diese Uhrzeit. Gegen 9 Uhr war es das dann aber doch.

3 Tage waren ausreichend, um die Stadt kennenzulernen. Mit etwas mehr Zeit hätten wir auch Macau noch einen Besuch abstatten können, das ist nur einen Katzensprung entfernt. Alles in allem, eine sehenswerte Stadt; ausgezeichnet zu Erkunden.