Taiwan

Auf dem zweiten Teil unseres Trips ging es nach Taiwan. Wie auch in Hong Kong werden hier die traditionellen Langzeichen der chinesischen Schrift verwendet. Und daher war weiterhin munteres Raten angesagt, wenn es zum Lesen kam. Gesprochen wurde hier im allerdings Mandarin, also wie auf dem Festland. Aber mit Dialekt.

Traditionell haben wir natürlich nichts für unseren Aufenthalt geplant, wollten uns das Touristenziel #1 Taroko Gorge aber nicht entgehen lassen. Also sind wir als allererstes zum Bahnhof und ich konnte mit meinen fortgeschrittenen Sprachkenntnissen sowohl den Taxifahrer langweilen, als auch die falschen Tickets kaufen. (Es gibt einen SCHNELLzug und einen EXPRESSzug.) Immerhin waren es Tickets für die richtige Richtung.

Zur Feier des Semi-Erfolgs ging es dann zum Shilin Night Market, ein Basar im Erdgeschoss ein Essensparadies im Untergeschoss. Nach dem Auskundschaften der Kulinaritäten haben wir uns schließlich entschieden und habe selbstbewusst die Karte rauf und runter bestellt. (Aufpassen!) Insgeheim habe ich stark geschwitzt, dass ich wirklich Schweinebauch (also Speck) und nicht Schweinemagen bestellt habe, hab das Collette aber erst danach erzählt. Voller Erfolg.

Nach einer interessanten Umbuchung im Hotel (ja, ich war wieder schuld, ich gebe es zu) ging es am nächsten Tag dann mit dem Schnellzug (nicht mit dem Expresszug) nach Hualien. Ohne eine gebuchte Tour ist man dort dann auf eine Privattour durch die Taxifahrer angewiesen und das hat tatsächlich astrein funktioniert. Kurz verhandelt, wild Zahlen, Stift und Nettigkeiten herumgeworfen und wir hatten unseren Ritt für den Tag.

 

Unser Taxitourguide hat uns hier und da dann auf kleine Wanderungen geschickt und wir hatten Glück, dass das Wetter noch viel schlechter angekündigt war, als es sich letztendlich herausgestellt hat. (Es hat schon verdammt viel geregnet!)

 

Am Ende der Tour wurde ich dann von einem Affen attackiert. Hab ihn aber erfolgreich auf Collette lenken können.

Am nächsten Tag sind wir mit dem Schnellzug (ich lerne SEHR langsam) nach Hsingchu. Dort wohnen unsere Freunde Allie & Andy, die wirklich ausgezeichnete Gastgeber sind. Wir wurden nicht nur fürsorglich mit Getränken, Essen und Unterhaltung versorgt, wir hatten auch einen Riesenspaß daran mit ihren Motorrollern die Umgebung zu erkunden.

(Die beiden hatten sogar einen Helm, der mir gepasst hat. Ich denke, das ist sehr wichtig zu erwähnen!) Nach einem wirklich tollen Wochenende sind wir dann für den letzten Tag wieder zurück nach Taipei und haben ein Teehaus in den Bergen im Süden der Stadt besucht.

Mit der Teezeremonie ist nicht zu spaßen. 29 Schritte (in Worten: neunundzwanzig) mit mehrmaligem Umgießen, aufbrühen und abwarten. Nach dem Regen aber ganz willkommen.

Wie auch schon am Ende unseres Urlaubs in Japan sind wir uns ziemlich sicher, dass das nicht der letzte Besuch für uns in dieser Region ist.